Die häufigsten Saunatypen
Inzwischen sind zahlreiche Saunavarianten auf dem Markt, die das Schwitzen bei unterschiedlichsten Temperaturen ermöglichen. Hier ein Überblick (weitere Begriffe finden Sie unter Wellness von A - Z):
Die Finnische Sauna
Wenn von Sauna die Rede ist in der Regel der Klassiker, die Finnische Sauna, gemeint. Das Klima in der finnischen Sauna ist heiß und trocken. Durch die Stufenbänke werden unterschiedliche Temperaturzonen geschaffen. Auf den obersten Rängen können leicht zwischen 80 und 100°C herrschen. Die extreme Lufttrockenheit (2 – 10 %) fördert besonders stark die Schweißverdunstung. Trotz der extremen Gegensätze von Hitze und anschließender Abkühlung wird die finnische Sauna von Ärzten für eine breite Zielgruppe, insbesondere zur Stärkung der Abwehrkräfte, empfohlen.
Das Dampfbad
Im Dampfbad liegt die Temperatur bei 45 bis 60 Grad, dafür ist die Luftfeuchtigkeit jedoch extrem hoch: bis zu 100 Prozent. Um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten, sollte der Aufenthalt nicht länger als 15 Minuten dauern. Danach gilt das Gleiche wie für den Sauna-Aufenthalt: Abkühlen und Ausruhen. Positive Wirkungen: Geschmeidige Haut, porentiefe Reinigung, Lockerung von Muskeln und Gelenken.
Das Sanarium
Das Sanarium (auch feuchtwarmes Bad oder Bio-Sauna genannt, wobei letzteres keine korrekte Bezeichnung ist) nimmt die Position zwischen den beiden zuvor beschriebenen Varianten ein. Wem also die Temperaturen in der Finnischen Sauna oder die Luftfeuchtigkeit im Dampfbad zu hoch ist, der trifft mit dem Sanarium die richtige und zudem Kreislauf schonende Wahl: Die Temperaturen liegen zwischen 40°C und 60, die Luftfeuchtigkeit bei ca. 45%. Diese Saunaform wird in verschiedensten Abwandlungen und Kombinationen angeboten, z. B. mit Lichttherapie, häufig auch als Euka-Sauna (mit Eukalyptus-Aroma) oder als Kräuter-Sauna (mit Kräuter-Aromen), Infrarotsauna, Rhassoul-Bäder (Dampfbad mit Heilschlammanwendungen), Tropenbad, etc.
Das Hamam
Schwitzen wie im Orient, dafür gibt es das Hamam. Das klassische Hamam besteht aus einem Warmluftraum mit 40°C und ein oder zwei Heißlufträumen mit Temperaturen um die 50°C. Im Warmluftraum befindet sich ein warmer Steintisch, der als Massagebank dient. Teil des Rituals ist es, dass der Tellak den Gast dorthin ruft, seinen Körper durchknetet, ihn mit Seife ein- und mit einem Handschuh aus Ziegenhaar abreibt. Hamam-Fans schwärmen, dass die Muskeln herrlich locker werden und die Haut rosig schimmert.
Die Banja
Die Banja ist das Badehaus der Russen. Sie besteht aus 3 Räumen: dem Ruheraum, dem Waschraum und dem eigentlichen Schwitzraum. Grundsätzlich hat sie große Ähnlichkeit mit der finnischen Sauna. Die Temperaturen liegen bei ca. 70°C (bis 120°C sind möglich), die Luftfeuchtigkeit ist, wegen der häufigen Aufgüsse, sehr hoch. Das A und O in der Banja sind gebündelte Birkenzweige, genannt Veniks. Während eines richtigen russischen Banja-Rituals klopfen sich die Schwitzenden gegenseitig mit den eingeweichten Zweigen ab; das regt die Durchblutung an. Ein Eis-Abrieb und die Teezeremonie beenden das Ritual.


